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    Herbstlust

    Kärnten Anders Se(h)en

    Im Sommer ist Kärnten das Seenland. Dann leuchten die Seen türkis und das Wasser ist warm. Dann spielen die Kinder am Ufer, Paare machen romantische Spaziergänge und Aktive toben sich beim Schwimmen, Wasserski oder Surfen aus. Und wer die Seen mal aus einer anderen Perspektive betrachten möchte, steigt einfach auf einen Berg und blickt ins Tal, auf die wunderbare Kärntner Landschaft. Eine Landschaft mit 1270 stehenden Gewässer, 200 Badeseen, 8000 Flusskilometern und zahlreichen Heilquellen. Sie machen das südlichste Bundesland Österreichs zu einem echten Wasser-Reich. Aber kennen Kärntens Gäste tatsächlich alle Seen-Angebote? Nein, denn die neuen Urlaubsideen lassen selbst Kärnten-Profis in diesem Sommer die Seen anders sehen.

    Naturarena: Genussflössen am Weissensee
    Der Weissensee hat sich als eine der umweltfreundlichsten Regionen Europas einen Namen gemacht. Auf einem Floss erlebt man hier eine stimmungsvolle Kombination aus Naturerlebnis und kulinarischem Hochgenuss. Beim „Genussflössen“ lädt der Bürgermeister seine Gäste ein, das Beste der Weissensee-Küche auf dem Weissensee zu verkosten. Und ermöglicht ihnen damit einen neuen und unvergleichlichen Blick auf den See.

    Oberes Drautal: Mit dem Kanu über wildes Gewässer
    Aus einer ganz anderen Perspektive sehen Besucher die Kärntner Landschaft bei einer Kanufahrt auf der Drau. Auf 60 Kilometern verläuft der Fluss zwischen Oberdrauburg und Sachsenburg. Die Strecke ist ideal für versierte Kanufahrer. In Dellach an der Drau, wenige Kilometer östlich von Oberdrauburg, befindet sich das neue Kanucamp. Es ist Ausgangspunkt für viele geführte Kanutouren durch die naturbelassenen Gewässer der Drau. In den Auen und Ufergehölzen des insgesamt 720 Kilometer langen Flusses leben zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Durch die Auszeichnung „NATURA-2000-Gebiet“ steht das Obere Drautal unter besonderem Schutz der Europäischen Union. Wie schön und unberührt die Natur hier ist, hat bereits 1943 der deutsche Reiseschriftsteller und Kanu-Pionier Herbert Rittlinger in seinem Buch „Das baldverlorene Paradies“ beschrieben. Er war einer der ersten, der die Drau per Kanu hinab fuhr.

    Villach: Das einzigartige Türkis des Faaker Sees sehen
    Der schönste Ausblick auf den Faaker See ist den Frühaufstehern vorbehalten. Bei einer Sonnenaufgangswanderung auf den 2145 Meter hohen Mittagskogel, kann man beobachten, wie sich von Minute zu Minute die Farben des Wassers ändern, bis der See leuchtend türkis in der Landschaft liegt. „Lebensfreude ist türkis“ heißt es denn auch in der Region rund um den See. Denn diese spezielle Farbe würde man wohl eher in der Karibik als am südlichsten Kärntner Badesee vermuten. Zu verdanken ist sie dem weißen Kalkschlamm, der von den nahe gelegenen Karawanken ins Wasser geschwemmt wird und beim entsprechenden Lichteinfall eben so einzigartig türkis reflektiert.
    Eine weitere See-Perspektive bietet sich vom neuen Hochseilgarten aus, der am Tabor gebaut wurde. Oder auf dem neu angelegten – und türkis beschilderten – Weg „Rund um den See“, den die Gäste erstmals in diesem Sommer erkunden können.
    Besonders stimmungsvoll ist die neue abendliche Rundfahrt, während der man den Faaker See mit dem nostalgischen Inselboot entdecken kann.
    Eine andere See-Sicht verspricht eine Fahrt mit der Kanzelbahn auf die Gerlitze, die sich neben dem Ossiacher See erhebt.

    Wörthersee: Mit der Familie über den Wasserbarfußweg zum Wasserspielplatz
    Am Wörthersee wird in diesem Sommer durchs Wasser geschritten statt geschwommen: Auf dem neuen Wasserbarfußweg in Pörtschach spürt man Wasser und Bodenbeschaffenheiten einmal ganz anders als beim Baden im See. Eine ganz neue See-Gewohnheit ist auch das einzigartige Bootskino. Auf einer schwimmenden Leinwand werden unter anderem die kultigen Wörthersee-Filme mit Roy Black gezeigt. Der Ton kommt am Strand über Lautsprecher, wer in einem Boot sitzt, empfängt die Dialoge über ein Radio, das man am Hauptsteg mieten kann.
    Ein tolles Erlebnis für Familien ist ein Besuch auf dem modernen Wasserspielplatz in Velden: Während die Eltern auf Relaxliegen entspannen können, spielen die Kinder die Sage von der Entstehung des Wörthersees nach. Der Spielplatz liegt auf dem Rundwanderweg entlang des Sees, den man in mehreren Abschnitten begehen kann. Besonders praktisch: Von jedem Etappenziel fahren Schiffe zum Ausgangspunkt zurück.
    In Pörtschach gibt es für Kinder montags bis freitags Angebote wie Wasserski, Wakeboard, Tennis, Beachvolleyball oder Segeln. So können Eltern auch mal ohne ihren Anhang den Wörthersee und seine Umgebung erkunden.
    Besonders romantisch wird es beim Programm „Seensucht und Kulinarik“. Bei einer Bootstour mit Kapitän und Bordpersonal kann man nach Lust und Laune vor Anker gehen, baden, sich sonnen und ein romantisches Dinner in trauter Zweisamkeit genießen. Wer den richtigen Partner noch nicht gefunden hat, könnte sein Glück bei der Single-Cruise finden. Das Partyschiff MS Klagenfurt dreht im Mai und zwei Mal im August seine Runden über den nächtlichen See. Neben guter Musik gibt es an Bord auch eine Kuschellounge und Speeddating-Angebote.

    Millstätter See: Eine Bank für romantische Augenblicke
    Aus einer Halbkugel über den See in die Berge schauen und alles, was hinter einem liegt, vergessen – ein Besuch der „Bank im Millstätter See“ kann den Blick aufs Leben wieder gerade rücken. Rund zwei Kilometer westlich von Döbriach steht die Bank in Ufernähe mitten im Wasser. Über große Steine gelangt man mit ein paar beherzten Schritten zu der mit Heu gefüllten Halbkugel aus Plexiglas. Besonders romantisch wird es, wenn man zu zweit in der Kugel sitzt, den Sternenhimmel über dem See und dem Bergpanorama betrachtet und mit den Füßen im warmen Wasser des Millstätter Sees planscht.
    Romantik wird überhaupt groß geschrieben an Kärntens zweitgrößtem und mit 141 Metern tiefstem See. Das „Dinner for 2“ etwa wird auf einem Floß mitten im See vor dem Vier-Sterne-Superior-Hotel Koller serviert. Und auch die Wanderung über die Millstätter Alpe hat einen romantischen Hintergrund. Hier wurden bis vor 100 Jahren Granate abgebaut, die „Feuersteine der Liebe“. Der Höhepunkt der Wanderung ist der Blick durch das „Granattor“: Von hier aus sieht man den Millstätter See in seiner vollen Größe.

    Rosental: Von steilen Schluchten und eiszeitlichen Wasserlöchern
    Steil und felsig sind die Wassererlebnisse im Rosental. Mit urgewaltiger Kraft stürzt der Loiblbach am Tschauko-Wasserfall in die Tiefe und hüllt die Tscheppaschlucht in einen sanften Wassernebel. Beim Canyoning erlebt man die Schlucht von unten, mitten aus den reißenden Wassern heraus. Über Leitern, Brücken und Wasserrutschen, durch glasklare Wasserlöcher, an den Klammwänden hinab und hinauf und durch ein Felsentor führt die Tour bis zum tosenden Wasserfall.
    Ein besonderes Erlebnis im Rosental ist ein Besuch des so genannten „Meerauges“ im Bodental, ein tiefblaues Relikt aus der Eiszeit. Seit gut zwei Jahren ist das Meerauge nun auch mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl über den Lärchensteg einfach zu erreichen. Der sagenumwobene kleine See ist laut Volksmund unterirdisch mit dem Meer verbunden. Ein voll beladenes Ochsengespann, das einst ins Meerauge fiel, soll einige Wochen später auf der anderen Seite der Karawanken in einem See in Slowenien wieder aufgetaucht sein, sagt die Legende.

    Bad Kleinkirchheim: Entspannen auf den Spuren der Römer und Bergbauern
    Ganz anders als die anderen Kärntner Seen ist der Friesenhalssee, nämlich eiskalt. Der auf 2160 Metern gelegene See lockt vor allem nach einer langen Wanderung durch die Nockberge zu einem erfrischenden Bad – und einer grandiosen Aussicht auf Berge und Täler. Wesentlich wärmer sind die Quellen in den zwei Thermalbädern in Bad Kleinkirchheim: Das Thermal Römerbad zählt mit seinen vielen unterschiedlichen Saunen zu den schönsten seiner Art im Alpenraum.
    Jahrhundertealte Badetraditionen werden im urigen Karlbad gepflegt, das in achter Generation von der Familie Aschbacher geführt wird. Hier relaxt man noch wie einst die Bergbauern: in knapp 40 Grad warmen, mineralhaltigem Wasser, ohne Strom und ohne Handyempfang. Wer das Erlebnispaket „Wellness & Wildlife“ bucht, kann nach vier Nächten im Fünf-Sterne-Hotel mit einem Ranger durch den Nationalpark wandern und eine Nacht im alten Karlbad verbringen.
    Einzigartig im Nockberge-Gebiet ist die Speik-Pflanze, eine Baldrianart, die nur auf den Kuppen der der Region oberhalb von Bad Kleinkirchheim wächst. Nach einem Fußbad im „Wasser-Wandl“, das auf dem Speik-Wanderweg steht, werden die Füße mit Speik-Öl verwöhnt.

    Nationalpark Hohe Tauern: Wandern über ungezähmte Wasserschaupfade
    Seit Jahrmillionen hat das Wasser die Gebirgslandschaft der Hohen Tauern geprägt und geformt. Insgesamt neun Wanderwege stehen unter dem Motto „Wilde Wasser“: Sicheren Fußes aber mit spektakulären Ausblicken und Einsichten führen die Pfade durch tiefe Schluchten und vorbei an hohen Wasserfällen. Der Jungfernsprung etwa ist ein Kraftplatz, am Gartl-Wasserfall atmet man nachgewiesenermaßen ganz besonders gesunde Luft und in der Groppenstein- und Rabischlucht kann man in einem Haubenlokal einkehren. Wer es noch wilder mag, macht eine Rafting- und Canyoning-Tour durch die Schluchten. Neu ist in diesem Sommer der Nationalpark-Wanderbus. Mit ihm kommen die Gäste bequem, günstig und vor allem klimaneutral zu den Ausgangspunkten der wasserreichen Wanderwege.

    Region Klopeiner See: Baden oder radeln
    Die wärmsten Badeseen Europas liegen in Kärnten. Kein Wunder, denn die 2000 Sonnenstunden im Jahr heizen dem Klopeiner See und sechs weitere Seen in der Region so richtig ein. In den bis zu 28 Grad Celsius warmen Gewässern lässt es sich wunderbar planschen. Da weder Bergflüsse die Seen durchfließen noch ein kühler Wind darüber fegt, bildet sich in den Sommermonaten eine fünf bis acht Meter dicke Warmwasserschicht, die auch ein paar kühlere Tage ohne Temperaturverlust übersteht. Sämtliche Seen Kärntens sind übrigens so sauber, dass ihnen seit Jahren Trinkwasserqualität bescheinigt wird.
    Neben Entspannung am und im Wasser, ist an den Seen der Region Klopein aber auch das sportliche Angebot sehr umfangreich: Hier darf gesurft werden und Unerschrockene können in die kälteren Schichten hinab tauchen. Von den zahlreichen Wander- und Radwegen zwischen den Seen und rund herum ergeben sich immer wieder neue Ausblicke auf die herrliche Kärntner Landschaft.
    Wem das Wandern zu beschwerlich ist, kann sich in Globasnitz, Gallizien oder Bad Eisenkappel ein Elektrofahrrad ausleihen, das ganz klimaneutral mit Strom aus erneuerbaren Energien aufgeladen wird. Die schönsten Touren mit dem Elektrobike führen zum 54 Meter hohen Wildensteiner Wasserfall, in die Vogelwelt des Völkermarkter Stausees oder zum Schloss Neudenstein und das umliegende Flachwasserbiotop.
    In allen Farben schimmert der Klopeiner See am 9. Juli 2010, wenn gegen 22.45 Uhr das größte Feuerwerk Österreichs von drei Uferpositionen gleichzeitig abgebrannt wird. „See in Flammen“ heißt das Spektakel, denn die „Wasserbomben“ verwandeln den See tatsächlich in ein herrlich bunt flackerndes Flammenmeer.

    Region Lieser- und Maltatal: Hören wie das Wasser rauscht
    Die Wassererlebnisse im Lieser- und Maltatal sind geprägt von den umgebenden Bergen der Nationalparks der Hohen Tauern und der Nockberge. Ein perfekter Platz zum Durchatmen ist das „Wassererlebnis Graggltümpfe“. Hier hört man das Wasser der Lieser rauschen, kann die Füße ins kühle Nass hängen und nebenbei ein paar Würstchen grillen. Die wilde Malta wird von den Gletschern der Hohen Tauern gespeist, sie bahnt sich ihren Weg ins Tal durch tiefe Schluchten und viele Wasserfälle. Ein Stück ihres Wasserlaufs lässt sich auf dem „Naturerlebnisweg Malteiner Wasserspiele“ verfolgen. Die Tour ist nicht sehr schwer und daher für Familien gut geeignet. Ein Höhepunkt der Wanderung ist der „Blaue Tumpf“, ein Felskessel, in dem sich das Wasser der Malta sammelt und türkisfarben leuchtet.

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