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    Herbstlust

    Kärntens fünfte Jahreszeit: Fasching heißt Ausnahmezustand

    Kaum ein anderes Bundesland zelebriert den Fasching derartig hingebungsvoll wie Kärnten. Altüberliefertes Brauchtum wird dabei von modernen Faschingsaktivitäten ergänzt. Buntes Treiben und Tanz am "damischen Dienstag" als feierliches Freudenfest zum Winterende.

    Einzig Villach bildet die Ausnahme, wenn schon am Faschingssamstag (25. Februar 2017) zehntausende größtenteils maskierte Passanten dem prächtigen Umzug mit phantasievollen Masken und reichgeschmückten Wagen mit "Lei-Lei"-Rufen huldigen. Ein Ruf, der an diesem Jubeltag Kärntner Narrentreibens das übliche "Grüß Gott" ablöst.

    Villacher Fasching 7. Jänner 2017 - 18. Februar 2017
    In Kärnten hat der Fasching eine lange Tradition und so ist es kein Zufall, dass die wohl berühmteste österreichische Faschingssitzung im kärntnerischen Villach stattfindet. Kindersitzung am 17. Jänner 2016.

    Stadtgerücht zu Clagenfurth Jänner, Februar 2017, Klagenfurt - Messehalle
    Alljährlich findet das amüsante Programm des Stadtgerüchts großen Anklang und bringt seinen Gästen einen unterhaltsamen Abend zum Lachen, Nachdenken und Zurücklehnen.

    Faschingsgilde St. Jakob i.R.
    Faschingssitzungen Termine: Jänner 2017 - zu den Details

    Faschingsumzug in Waidmannsdorf/Klagenfurt Februar 2017
    Jährlich säumen etwa 30.000 Zuschauer die Straßenzüge, um die Umzugsteilnehmer der jeweiligen Kategorien zu bewundern. Zu den Details

    Faschingsbrauchtum
    Der Ursprung teilweise absonderlicher Kärntner Faschingsbräuche liegt in einst zauberischen und kultischen Handlungen: Faschingsrennen, - treiben oder -jagen begleitet von Darstellungen bäuerlicher Arbeiten wechselten mit abergläubischen Arbeitseinschränkungen (wie z. B. dem Verbot zu spinnen) ab.

    Weitere Bräuche wie das Blockziehen und das Einspannen von Mädchen vor einen Pflug sollten eine gute Ernte bewerkstelligen. Strohpuppen wurden zu Faschingsbräuten, redegewandte Bürger zu "Schalksnarren" und heiratsunwillige Mädchen zum Spott des Dorfes. Heute lösen eloquente Prangerredner mit ihren gezielten Pointen die Spottredner von einst ab. Wenn auch Kunststoffmasken, Pappnasen und aufwändige Verkleidungen die "Schimmel, Habergeißen und Narrentreiber" von einst ersetzt haben, so ist der Sinn vieler Faschingsaktivitäten dennoch der gleiche geblieben. Man feiert das Ende des Winters und freut sich auf den einziehenden Frühling. In den Faschingshochburgen Kärntens ziehen Narren am Faschingsdienstag unter Gejohle tausender Schaulustiger durch die Städte und Dörfer.

    Kulinarische Genüsse
    Aus den einst fetten Speisen wie Specknudeln, Sauschädel, verhacktem Schweinefleisch und Schmalzkrapfen wurden - den Zeichen der Zeit entsprechend - locker mit Marmelade gefüllte Faschingskrapfen, mit Bioprodukten heimischer Bauern belegte Brötchen und kalorienärmere aber reichliche Kost. Aus Most wurde Sekt, Frizzante, auserlesene Weine und eigens für den Fasching gebrautes Bier. Lautsprecher, Verstärker und Schlagermusik haben die Harmonika, Klarinetten- und Tubaklänge von einst weitgehend abgelöst. Gleich geblieben ist das Bedürfnis der Menschen und der Gäste, an diesen Tagen ihre Traurigkeit abzulegen und gegen Fröhlichkeit, Ausgelassenheit und unbändige Lebensfreude einzutauschen.

    Der Kärntner Fasching ist ein besonderes Erlebnis. Ein paar Tage im Jahr, die es Wert sind, so richtig ausgekostet zu werden. Kärntner Narr zu sein, heißt auch: "Sagen, was man denkt, fühlen, was man empfindet und so zu sein, wie man sein möchte.

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