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    Kärntens Geschichte

    Kärntens Geschichte ist geprägt von deutschen, slawischen und romanischen Einflüssen. Um 300 v.Chr. wanderten keltische Stämme in das spätere Kärnten ein.

    Frühzeit: Seit dem Auftreten des Homo sapiens in Europa finden sich auch im Kärntner Raum menschliche Siedlunggspuren. Vor rund 6.000 Jahren kam es zu einer flächendeckenden bäuerlichen Besiedlung Kärntens, die durch Bergbautätigkeit während der Bronzezeit weiter expandierte. Im letzten vorchristlichen Jahrtausend, während der Eisenzeit, führte dies zu einer regelrechten Blüte. Bedeutende Herrschaftssitze bafenden sich in Rosegg (Frög) und Mittertrixen bei Völkermarkt (Lamprechtskogel).

    Kelten: Mit der Landnahme der Kelten im 3. Jahrhundert v. Chr. verlagerte sich das Herrschaftszentrum um die Eisengruben von Hüttenberg an den Klopeiner See (Gracarca). Möglicherweise lag dort die sagenumwobene und seit langem gesuchte Stadt Noreia, Hauptort des Norischen Königreiches. Wiederholt ist von den Norikern in römischen Geschichtsbüchern die Rede.
    Römer: Auf die Gründung einer Handelsstation am Magdalensberg (um 50 v. Chr.) folgte im Jahre 15 v. Chr. die Eingliederung ins Römische Reich. Die Provinz Norikum griff über weit über den Kärntner Raum bis an die Donau aus. Vom Magdalensberg wurde die Hauptstadt bald ins Zollfeld (Virunum) verlegt. Eine weitere Stadt in Kärnten entstand bei Spittal/Drau (Teurnia). Hierher wurde während der Völkerwanderungszeit die Hauptstadt verlegt. Der Bischof übernahm in der zunehmend christianisierten Welt zeitweise auch die politische Führungsrolle. Am Hemmaberg (Globasnitz) befand sich ein überregional bedeutender Wallfahrtsort.

    Karantanien: Awaren und Slawen übernahmen gegen 600 die Macht im Ostalpenraum. Mit der Loslösung der Slawen aus der awarischen Oberhoheit entstand im Laufe des 7. Jahrhunderts ein neuer Staat unter slawischer Führung, Karantanien. Der Politik der europäischen Großmächte dieser Zeit (Awaren, Franken, Byzantiner) führte hundert Jahre später zur Angliederung Karantaniens zunächst an Baiern und in weiterer Folge im Jahre 828 ins Karolingerreich.


    Die Geschichte Kärntens - Details

    • 976: Kaiser Otto erhebt Kärnten zu einem selbstständigen Herzogtum und fügt die Marken Verona, Friaul, Istrien und Krain ein
    • 1077: Kaiser Heinrich IV kehrt nach seinem Gang aus Canossa über Kärnten in das Reich zurück, der getreue Eppensteiner hält ihm dabei die Wege frei und wird mit der Herzogswürde über Kärnten ausgezeichnet
    • 11./12. Jh.: Märkte werden gegründet, Klöster entstehen; St. Georgen, Ossiach, Millstatt, Arnoldstein, St.Paul im Lavanttal; St. Veit a.d. Glan ist Hauptort des Herzogtums Viktring
    • 1122/1269: den Eppensteinern folgen die Herzöge von Sponheim (Spannheim), deren bedeutendster Angehöriger; Herzog Bernhard (1202-1256), die Stadt Klagenfurt gründet
    • 1247: das Kärntner Wappen ist urkundlich nachweisbar; links drei schwarze Löwen auf gelbem Feld, rechts ein weißer Balken auf rotem Feld
    • 1276: Rudolf von Habsburg nimmt von Kärnten Besitz und belehnt 10 Jahre später den Grafen Meinhard von Görz-Tirol mit dem Herzogtum
    • 1335: der erste Habsburger Herzog Otto übernimmt nach alter Sitte auf dem Fürstenstein am Zollfeld die Regierung des Landes
    • 13./14. Jh.: Deutsche Einwanderer besiedeln das Land bis zu den Karawanken, das Jauntal ist im 13. Jh. überwiegend deutsch, wird später slowenisiert, seine Städte, Märkte und Klöster bleiben deutsch
    • 15. Jh.: türkische Truppen fallen in das Land ein, die Wehrkirchen und Wehrburgen entstehen
    • 16. Jh.: eine wirtschaftliche Blüte beginnt durch den Abbau von Eisen und Silber, Zink und Gold, in der Umgebung von Villach, sowie auch von Blei
    • 1518: Kaiser Maximilian I., der letzte Ritter, schenkt Klagenfurt den Kärntner Landständen und erhebt es zur Landeshauptstadt
    • 1628: durch die Gegenreformation wird das Land wieder katholisch, der protestantische Adel muss Kärnten verlassen
    • 1719: die Loiblstraße wird gebaut, der Handel zum Freihafen Triest blüht auf
    • 1759: die bambergischen Besitzungen Villach, Feldkirchen und Wolfsberg gelangen durch Verkauf an Österreich
    • 1781: bis zum Toleranzedikt Joseph II. lebt die Hälfte der Oberkärntner Bevölkerung in den abgelegenen Gebirgsgegenden treu ihrem protestantischen Glauben
    • 1797-1809: während der "Franzosenzeit" durchsteht auch Kärnten (wie Tirol) eine von Leiden und Heldenmut gleichermaßen geprägte Zeit. Hauptmann Hermann verteidigt den Predilpass, Hauptmann Hensel die Festung Malborghet und Vaterlandsheld wird (wie Andreas Hofer) Johann B. Türk, der den Landsturm anführt (Grab im Friedhof von Maria Saal)
    • 1849: Kärnten wird selbstständiges österreichisches Kronland
    • 19. Jh.: das Industriezeitalter bringt Kärnten einen großen wirtschaftlichen Aufschwung mit eisenverarbeitenden Werken in Ferlach, Villach, Wolfsberg, Brückl u.a. Orten; Magnesitindustrie in Saak und Gailitz; Zementfabriken, chemische Werke; der Bau der Eisenbahn erschließt neue Verkehrswege (1863 Marburg-Klagenfurt als erste und Spittal-Millstätter See-Badgastein durch den Tauerntunnel 1909 als letzte "zivile" Bahnlinie; als jüngste Bahnlinie wird 1964 jene von Bleiburg nach St. Paul im Lavanttal verlegt)
    • 1919: Kärnten verliert das Kanaltal, die 26 km lange Tiefenlinie der Gailitz und der Fella bis Pontafel sowie das Mießtal mit Dravograd (Unterdrauburg), das ehedem die letzte Siedlung Kärntens war; dazu noch die Umgebung am Seebergsattel (Verlust an Italien 445 km², an Jugoslawien 332 km²)
    • 10.10.1920: nach einem 2 Jahre dauernden Abwehrkampf gegen jugoslawische Truppen stimmen die Bewohner des südlichen Kärnten zu 59% für den weiteren Verbleib bei Österreich
    • 1939/40: Kärnten wird am 1. Mai 1939 ein eigener Reichsgau. Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939.
    • 8. Mai 1945: Befreiung des Landes durch Truppen der 8. Britischen Armee; es kommt vorübergehend zur Besetzung Südkärntens durch jugoslawische Partisanen-Truppen mit neuerlichen Gebietsforderungen auf Südkärnten.
    • 15. Mai 1955: Österreichischer Staatsvertrag: Kärnten wird in seinen Grenzen von 1938 bestätigt; mit dem 25. Oktober wird der Abzug der britischen Truppen aus Kärnten abgeschlossen.
    • 1971: Offizielle Eröffnung des Klagenfurter Flughafens, Eröffnung der Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt.
    • 1976: Kärnten feiert sein 1000-Jahr-Jubiläum: Festveranstaltung aus Anlass der Erhebung zum Herzogtum Kärnten im Jahre 976.
    • 1982: Neuvermessung des Großglockners mittels eines Wild-Theodolits T2 aus Völkermarkt: 3797, 923 m.
    • 1987: Die Radweltmeisterschaft wird in Kärnten (Villach/Faaker See) ausgetragen.
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