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    Herbstlust

    „Kärntner Schätze“ erzählen Bergbaugeschichte:

    Die Schaubergwerke Terra Mystica und Terra Montana in Bad Bleiberg, das Schaubergwerk Knappenberg, das Bergbaumuseum Klagenfurt, das Granatium Radenthein, die Tropfsteinhöhle Griffen und die Obir Tropfsteinhöhlen.

    Bergbaugeschichte hat in Österreichs südlichstem Bundesland eine jahrhundertelange Tradition -  vom Mittelalter bis in die Neuzeit war Kärnten eines der ertragreichsten Bergbauländer weltweit. Sechs Ausflugsziele, die in Verbindung mit diesem spannenden Thema stehen, kooperieren seit Ende August unter dem Dachnamen „Kärntner Schätze“, um sich durch die Entwicklung von Synergien noch stärker am Markt präsentieren zu können und das Interesse in der Bevölkerung und bei Gästen noch mehr zu wecken. Beteiligt sind die Schaubergwerke Terra Mystica und Terra Montana in Bad Bleiberg, das Schaubergwerk Knappenberg, das Bergbaumuseum Klagenfurt, das Granatium Radenthein, die Tropfsteinhöhle Griffen und die Obir Tropfsteinhöhlen. Geplante gemeinsame Aktivitäten umfassen Onlinepräsenz, Werbeauftritte auf Messen, Werbetafeln, Zusammenarbeit im Grubenrettungswesen und Hilfestellung im technischen und behördlichen Bereich.

    Bergbaumuseum Klagenfurt
    In Klagenfurt, seinerzeit Sitz der allmächtigen Berghauptmannschaft und Standort des Bergamtes sowie der Bergschule, befindet sich seit 1973 zur Erinnerung an die ehemals Kärnten prägende und glanzvolle Zeit, ein Bergbaumuseum. Die Schausammlung erzählt die Geschichte des Kärntner Montanwesens, didaktischer Schwerpunkt ist das soziale Umfeld der Bergleute. Das Museum erlaubt tiefen Einblick in das einfache Leben der heimischen Knappen in ihren meist abgelegenen Tälern, wie auch in jenes der reichen Gewerken, deren Palais und Herrenhäuser noch heute das Stadtbild Klagenfurts prägen. Begleitet wird die Präsentation der Montangeschichte durch die Abteilungen Mineralogie und Paläontologie mit teilweise hervorragenden Objekten, wie z.B. einem Riesenrauchquarzkristall aus den Hohen Tauern, seltenen Mineralien oder sehenswerten Fossilien. Das Museum ist auf rund 3000 m² unterirdischer Ausstellungsfläche in einem im 2. Weltkrieg errichteten Luftschutzbunker der Landeshauptstadt, nahe der historischen, teilweise römerzeitlichen Erzgruben des Klagenfurter Kreuzbergls untergebracht. Der Zugang befindet sich im größten der ehemaligen Grünschiefer-Steinbrüche Klagenfurts, aus welchem auch der Lindwurm, das Wahrzeichen Klagenfurts, stammt. Heute befindet sich im Steinbruch der Botanische Garten des Landesmuseums für Kärnten. Dem Bergbaumuseum angeschlossen ist die 1986 geschaffene, ebenfalls untertägige „Halle des Kärntner Bergbaues“, eine Felsenhalle, in der regelmäßig Sonderausstellungen wie auch andere Veranstaltungen (Lesungen, Theater u.v.m.) stattfinden. Info: www.bergbaumuseum-klagenfurt.at

    Schaubergwerk Knappenberg
    In Knappenberg in der Gemeinde Hüttenberg befindet sich ein Schaubergwerk mit Mineralienschau, Bergbaumuseum und Puppenmuseum. Im über 400 Jahre alten Originalstollen wird den Besuchern im Rahmen einer Führung eindrucksvoll die Arbeitswelt der Bergleute „unter Tage“ gezeigt. Arbeitsmethoden wie Abbau- und Förderungsmethoden sowie Wetterführung sind ein Teil der Führung. Der Rundgang dauert rund eine Stunde und umfasst an die 900 Meter. Natürlich kommen auch die Sagen, Geschichten und Legenden der Bergleute und der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergmänner, nicht zu kurz. Original-Werkzeug, Lampen und Arbeitsbekleidung längst vergangener Zeiten sind im dazugehörigen Bergbaumuseum ausgestellt. Im Jahre 1978 wurde der Bergbau in Hüttenberg, drittgrößte Mineralienfundort der Welt, eingestellt. In der Mineralienschau haben die Besucher Gelegenheit, über 200 seltene und farbenreiche Mineralien zu bestaunen, wie zum Beispiel den Löllingit, der nach dem Ortsteil Lölling benannt wurde. Im Puppenmuseum Helga Riedel werden Tradition und Brauchtum der Hüttenberger Einwohner anhand von liebevoll gearbeiteten Puppen dargestellt. Zu sehen ist auch der Hüttenberger Reiftanz, ein traditionelles Bergmannsfest welches alle drei Jahre gefeiert wird. Info: www.huettenberg.at

    Granatium
    Im Zentrum von Radenthein befindet sich das Granatium, eine außergewöhnliche und familienfreundliche Erlebniswelt, wo Besucher auf den Spuren des Granatedelsteines, dem „Blutstropfen der Nockberge“, wandeln können. Die Geschichte des Karfunkelsteins Granat gleicht einer abenteuerlichen Reise durch die Jahrtausende. Die Besucher ertasten die kühle, glatte Oberfläche von modernen Granatskulpturen, sie sehen uralte germanische Kreuzfibeln aus Gold und Granat und bald sind „Muttergestein“ und „Granatstufen“ auch für sie geläufige Ausdrücke. Im Rahmen der Führungen erfährt man alles über den ehemaligen Abbau und warum der „Blutstropfen der Nockberge“ gerade hier in Radenthein von Bedeutung ist.
    Das Schürfgelände ist der Anziehungspunkt und Höhepunkt des Granaterlebnisses. Mit dem zur Verfügung gestellten Werkzeug können die Besucher die begehrten Edelsteine aus dem Fels lösen und auf original nachgebauten Geräten waschen, sortieren und weiter bearbeiten. Auf Wunsch werden Steine auch professionell geschliffen. Tipp: Der Granatstollen – ein unterirdisch glitzernder See, die in Gold schimmernde Pyritader mit Quarz und die mystischen Granatadern verzaubern jeden Besucher. Die Zeit scheint an diesem Platz still zu stehen. Übrigens: die Temperatur im Stollen beträgt konstant 8 Grad – Jacke nicht vergessen! Info: www.granatium.at

    Griffner Tropfsteinhöhle
    Die Griffner Tropfsteinhöhle gilt als die bunteste Schauhöhle Österreichs. Auf gesicherten Stegen und unter fachkundiger Führung wird der Gang durch die unterirdischen Hallen mit den interessanten Ausformungen zu einem echten Erlebnis. Das Naturschauspiel befindet sich im Innern des markanten Schlossbergfelsens und ist vom Ortszentrum Griffen direkt und mühelos erreichbar. Prähistorische Funde beweisen, dass Höhlenteile bereits den Steinzeitjägern bekannt waren und Griffen somit als ältester Siedlungsort Kärntens gilt. Wiederentdeckt wurde die Höhle, als man im Frühjahr 1945 geeignete Luftschutzräume suchte. Seit 1956 ist die Höhle zu besichtigen, der Führungsbetrieb wird vom Verschönerungsverein Griffen organisiert. Im Jahre 1957 wurde die Griffener Tropfsteinhöhle mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten zum Naturdenkmal erklärt. Verschiedene Knochenfunde beweisen die Existenz von längst ausgestorbenen Tieren wie dem Höhlenbär, Riesenhirsch oder dem Wollnashorn. Zum Abschluss der Tour erwartet die Besucher eine eindrucksvolle Multi-Media-Show über die Urgeschichte Südkärntens und die naturkundliche und historische Bedeutung der Höhle. Info: www.tropfsteinhoehle.at

    Obir Tropfsteinhöhlen
    Die Obir-Tropfsteinhöhlen liegen im Gebiet der Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach, im Massiv des Hochobir, auf der Unterschärffler-Alpe, einem einst florierenden Bergbaurevier. Die Höhlen wurden 1870 von Bergleuten auf der Suche nach Blei und Zink entdeckt. Auf den von der Natur geschaffenen Gängen konnten sie schneller und tiefer in den Berg dringen. Heute offenbart sich dem Besucher eine unterirdische Welt, in der sorgfältig gesetztes Licht die absolute Dunkelheit erhellt. Hier erlebt der Besucher eine einzigartige Höhlenwelt mit 200 Millionen Jahre alter Erdgeschichte, erfahrbar gemacht mit einem 800 Meter langen unterirdischen Erlebnispark. Mit lebenden Tropfsteinen, die europaweit eine Rarität darstellen. Und deutlichen Spuren von Bergleuten, die hier gearbeitet haben. Während der Führung passieren die Besucher mehrere Stationen, an denen multimediale Licht-, Ton- und Videoinstallationen das Schauspiel der Natur unterstreichen. Die gleichbleibende Temperatur von +8°C sowie die hohe Luftfeuchtigkeit sind idealen Voraussetzungen, um spezielle "Schmankalan" in den Höhlen reifen zu lassen, u.a. Höhlenbier, Höhlensalami oder Höhlenschnaps. Schon die Anreise zu den Höhlen auf 1078 Meter Seehöhe ist faszinierend und nur mit Bussen möglich. Die Aussichtsplattform beim Betriebsgebäude am Berg bietet einen herrlichen Ausblick. Natürlich ist es auch möglich, in rund 1,5 Stunden direkt vom Tal zu den Höhlen zu wandern. Info: www.hoehlen.at

    Terra Mystica und Terra Montana in Bad Bleiberg
    Das gesamte Stollensystem im Erzberg zu Bad Bleiberg erstreckt sich über eine Länge von rund 1300 km, was der Entfernung Villach – Oslo entspricht. Bergleute haben hier unter teils gefährlichen Bedingungen über 700 Jahre lang bis 1993 Strecken und Zechen geschlagen, Blei und Zinkerz abgebaut. Mit Terra Mystica und Terra Montana werden diese Wunderwelt im Berg und die Arbeitswelt der Bergleute sichtbar gemacht.
    Terra Mystica: Mit der längsten Bergmannsrutsche Europas (68 m) gelangen Besucher ins Berginnere. In den sieben „Zechen“ von Terra Mystica kann jeder seine individuellen Erfahrungen machen, ob er der „Geburt der Erde“ beiwohnt, die „Kult- und Begräbnisstätten unserer Vorfahren“ aufsucht, oder das christliche Symbol für den Dialog mit Gott, die „Höhle als Zufluchtsort“ betritt. Er lernt die „Legende der Hl. Barbara“ kennen, besichtigt eine nachgebaute Wasserradfördermaschine aus 1831, begibt sich staunend auf die Suche nach „dem Stein der Weisen“ und entdeckt die Geheimnisse der „Naturapotheke des Paracelsus“, bis er schließlich von den Berggeistern mit ihrem märchenhaften Treiben in den Bann gezogen wird.
    Terra Montana: Auf Grund der noch bestehenden Stollen im Bereich des Max-Schachtes wurde in einer dreijährigen Bauphase das zweites Schaubergwerk im Jahr 2004 errichtet. Eine zwei Kilometer lange Grubenbahnfahrt bringt die Besucher in einen 700 m langen Rundkurs mit 14 Stationen, in denen der Jahrhunderte alte Bergbau an Hand audiovisueller Hilfsmittel und originaler Bergbaumaschinen präsentiert wird. Ebenfalls am Areal zu besichtigen: Terra Humoristika und ein Montanmuseum, das 700 Jahre Bergbaugeschichte vor Augen führt. Info: www.terra-mystica.at

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