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    Herbstlust

    Brauchtum und Kultur

    Lebendige Kulturtraditionen und Brauchtumspflege - lernen Sie Kärntens stimmungsvolle Seiten kennen.

    Wo Tradition lebt, ist die stille Zeit des Jahres noch ruhig.
    Tauchen Sie ein in die beschauliche Welt des Kärntner Advents, zu Punsch, gebratenen Äpfeln und authentischem Kunsthandwerk bei klangvollen Adventkonzerten und stimmungsvollen Christkindlmärkten.

    Einige Bräuche im Advent:

    Der Adventkranz
    Um 1860 gab es in Hamburg den ersten aus Tannenzweigen geflochtenen Kranz mit 4 Kerzen, für jeden Sonntag vor Weihnachten.
    Er hat einen tiefen symbolischen Sinn. Die runde Form, ohne Anfang und Ende, steht für das Vollkommene, das Ewige, nie Endende.
    Schon bei den alten Germanen galt der Kreis als eine Art Abwehrzauber gegen böse Geister. Die traditionellen Farben des Adventkranzes sind Grün und Rot. Die grünen Tannenzweige verkörpern die Natur, die immer wieder grün wird und die christliche Hoffnung. Die roten Kerzen und Bänder stehen für Licht und Leben.

    04. Dezember Barbaratag
    Nach einer alten Tradition schneidet man am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie und stellt ihn in Wasser. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen.
    Die Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.

    Krampus und Perchten
    Urige Gesellen treiben in der Adventzeit ihr traditionelles Unwesen: Am 5. Dezember stehen die Chancen auf eine Begegnung mit dem Krampus gut.
    Dieses zottelige, schwarze Ungetüm mit der fürchterlichen Fratze ist sozusagen der Nikolaus für Böse: Er tritt meist in Horden auf, brüllt, faucht und rasselt mit der Kette. Aber alles halb so wild: Wen der Krampus mit seiner Weidenrute gar zu sehr erschreckt hat, den versöhnt der Nikolaus mit süßen Naschereien aus seinem prall gefüllten Sack.
    Die Tradition des Krampus reicht weit in die Antike zurück – dementsprechend tief verankert sind sie im Kärntner Brauchtum.
    In Oberdrauburg und in Feistritz im Rosental gibt es die schönsten, sprich furchteinflößendsten Exemplare des ganzen Alpenraums, des angestammten Gebietes dieser Perchten.

    6. Dezember - Nikolaus der Geschenkebringer
    Es ist vor allem ein Tag der Kinder, da Nikolaus seit Jahrhunderten als Wohltäter der Kinder verehrt wird. Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür oder hängen Strümpfe vor den Kamin, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Nüssen, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen usw. füllen kann. Indessen bringt der Nikolaus nicht nur Geschenke: In vielen Erzählvarianten beschenkt und lobt er die guten Kinder, während er die bösen tadelt und durch Schläge mit einer Rute bestraft. Welche Kinder im letzten Jahr gut und welche böse waren, liest er in seinem „goldenen Buch“.

    Rorate ist die Bezeichnung für die Frühmesse im Advent. "Rorate" - stammt vom Eröffnungsgesang: "Tauet" (=Rorate) Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab".
    Während früher die Menschen in der Dunkelheit des frühen Morgens schon mit brennenden Kerzen zur Kirche kamen, ist heute nur die Messe selbst eine "Lichtermesse" ohne jedwedes elektrische Licht. Dadurch bekommt die Rorate-Messe einen sehr eigenen Charakter, der auf Weihnachten einstimmt.
    Im Anschluss an diese Messe sind die Mitfeiernden meist zu einer Agape (gemeinsamen Frühstück) eingeladen.

    Flotte Sprüche für die Klöckler.
    Die Bauernburschen im Gegendtal zwischen Treffen und Afritz, haben es nicht leicht, wenn sie an drei Donnerstagabenden im Advent mit viel Lärm und Glockenklang von Haus zu Haus ziehen, um den Bewohnern Gesundheit für das kommende Jahr zu wünschen. Es ist nämlich Sitte, die Klöckler nicht sofort hineinzulassen, sondern mit althergebrachten Sprüchen hinauszuwünschen. Sie müssen sich erst Einlass mit Versen und Gesängen erkämpfen. Dann aber wird ihnen von der Hausfrau eine deftige Klöckler-Jause serviert.

    Der Tag der Scherenschleifer.
    Ein seltsamer Weihnachtsbrauch, der sich im Lavanttal und im Görtschitztal erhalten hat, ist das Roateln. Alles, was eine Schneide hat, wird vor Weihnachten geschärft und am Heiligen Abend unter den weiß gedeckten Tisch gelegt. Darauf stehen ein Reindling, eine Schale Weihwasser und Kerzen. Die Tischbeine werden mit eisernen Ketten umwickelt. So bleibt der Tisch bis zum Neujahrstag stehen. Es ist ein uralter Abwehr- und Bindezauber, der den Bauern Glück und eine gute Ernte bringen soll.

    Kletzenbrot und Stockplattln.
    Im Lesachtal leben die Adventbräuche noch fort wie eh und je. Dort bäckt die Bäuerin noch das traditionelle Kletzenbrot, das mit Nüssen und getrockneten Früchten gefüllt wird, im Holzofen. In aller Frühe machen sich die Bauersleute in der Adventzeit zur Rorate auf. Sie stapfen durch den Schnee zur Basilika nach Maria Luggau, um in der Finsternis die Heilige Messe zu feiern. Am Heiligen Abend ist das Essen traditionsgemäß eher karg: keine Oberkärntner Weihnacht ohne Dampfnudeln mit Honigschmalz oder die traditionellen Stockplattln, die man im Lesachtal am Heiligen Abend verzehrt. Das sind Schichten aus Teig, die mit getrockneten Schwarzbeeren gefüllt und mit Honigschmalz übergossen werden. In Südkärnten ist es die „grüne Wurst“ (frisch gemachte, nicht geräucherte Wurst) mit Kraut, die am Weihnachtstisch duftet. Erst am Christtag biegen sich dann die Tische von der Weihnachtsgans oder dem geschmortem Karpfen.

    Heilige Lucia - Lichterkönigin (13. Dezember)
    Lucia bringt Licht und Hoffnung in die dunkle Adventzeit.
    Nach schwedischen Vorbild zieht Sankt Lucia im weißen Gewand, umgürtet mit einer weißen Schärpe, gekrönt mit einer Lichterkrone, begleitet von ihren Gefährtinnen, in die dunkle Kirche ein. Sie verkündigt die nahe Geburt Christi, der das wahre Licht der Welt ist.

    Maria auf Herbergsuche (Globasnitz, Kleindorf)
    Der Brauch beginnt neun Tage vor Weihnachten. Eine Marienstatue wird in einer Prozession jeden Tag in ein anderes Haus gebracht. Dort bliebt sie für eine Nacht. Auf dem Weg zur neuen Herberge wird gebetet und gesunden. Jenes Haus, in das Maria am Heiligen Abend kommt, beherbergt die Statue 40 Tage lang - bis Maria Lichtmess (2.2.)

    Christbaumversenken am letzten Sonntag vor Weihnachten
    Bei dieser besinnlichen Veranstaltung wird aller im See verunglückten Menschen gedacht.

    Der Stefanitag, am 26. Dezember.
    Ein spezieller Brauch an diesem Tag ist der Stefaniritt und die damit verbundene Pferdesegnung in St. Stefan im Lavanttal, St. Urban und in St. Donat. Durch die Weihe sollen die Pferde vor Krankheit und Unheil bewahrt werden.

    „Der Tag der unschuldigen Kinder!" Frisch und gsund schlågn
    Dieser Brauch findet am 28. Dezember statt: "Der Tag der unschuldigen Kinder!" Früh am Morgen stehen die Kinder schon auf und gehen mit einer Rute in der Nachbarschaft von Haus zu Haus. Während dem Aufsagen eines kleinen Gedichtes werden die Erwachsenen mit der Rute "gewixt". Das soll den Menschen Glück und Gesundheit im kommenden Jahr bescheren. Als Dank bekommen die Kinder Süßigkeiten oder auch kleine Geldbeträge. Die Kinder müssen jedoch um 8:00 Uhr morgens wieder zuhause sein, ansonsten werden sie laut Überlieferung in den Ofen gesteckt.
    Mancherorts nennt man das "Frisch und gsund schlågn" auch "biesln" und außerdem müssen die "Biesler" erst um 9:00 Uhr zuhause sein.

    Das Gedicht: Frisch und gsund
    frisch und gsund
    s'gånze Jahr gsund bleibm
    nix klunzn und klågn
    bis i wieda kum schlågn.

    Pehtra Baba
    Am Abend des 5. Jänners
    kommt in einigen Ortschaften die „Pehtra Baba“.
    In der Verkleidung eines alten zerlumpten Weibes, mit verhülltem Gesicht und Strohhut betritt sie wortlos die Häuser des Ortes in einer Hand eine zweizinkige Ofengabel mit einer Wurst, den Kindern wirft sie unter lautem Kichern Nüsse, Kletzen und Äpfel auf den Boden. Während sich die Kleinen um die Köstlichkeiten balgen, ist die Pehtra Baba so schnell weg, wie sie gekommen ist und verschwindet unbemerkt in der Dunkelheit.

    Kirchleintragen in Bad Eisenkappel am 1. Februar
    Als die Vellach Ende des Mittelalters über ihre Ufer trat, flüchteten die Bewohner des Tales in die Wallfahrtskirche Maria im Dorn in Bad Eisenkappel.
    Sie gelobten, dem Fluss eine beleuchtete Kirche aus Holz zu opfern. So geschah es, und tatsächlich ließ sich die Vellach, wie die Sage berichtet, beschwichtigen.
    Als Zeichen der Dankbarkeit für die Rettung aus ihrer Not übergeben die Bad Eisenkappeler Kinder heutzutage alljährlich am 1. Februar, dem Abend vor Maria Lichtmess, selbstgebastelte, hellbeleuchtete und auf langen Stöcken getragene Kirchlein den Fluten.
    Die Prozession führt unter ständiger Wiederholung des Spruches „Ante pante populore, kozelna vrate cvilelore“ von der Volksschule aus, vorbei an der Kirche, über den Hauptplatz zur Brücke des Schlosses Hagenegg. Dort kann beobachtet werden, wie die Kirchlein der Vellach entlangschwimmen.

    Kuschelwinter am Bauernhof
    Kekse backen, Adventkranz binden, Socken stricken, Rodeln, Wildtiere füttern: Auf vielen Kärntner Bauerhöfen ein ganz normaler Advent – für viele Urlauber jedoch nur mehr eine schöne Kindheitserinnerung, wenn überhaupt.

    "Lei, lei in Kärnten". Berühmt-berüchtigt sind die Kärntner für ihren Fasching, als närrische Hochburg gilt Villach, aber auch in Klagenfurt und vielen anderen Städten sind Lachen und Fröhlichkeit angesagt.

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