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    Winterlust

    Kärntner Alpe-Adria-Küche

    In Kärnten, an der sonnigen Südseite der Alpen, lautet das Motto seit jeher lustvoll leben und gelassen genießen. Jede Menge Genuss verspricht die Kärntner Alpe-Adria-Küche, bei der frische Zutaten aus den Regionen, saisonale Anlässe, alte Kochtraditionen und Neuinterpretationen zu einem schmackhaften Ganzen verschmelzen.

    Beeinflusst von den Esskulturen dreier Länder – Kärnten, Friaul-Julisch-Venetien, Slowenien – werden in Kärnten vor allem frische und regionale Produkte zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. Wie es sich für eine wirklich authentische Küche gehört, sind es sowohl die unterschiedlichen Regionen als auch der Lauf der Jahreszeiten, die das interessante Spektrum der Alpe-Adria-Küche abbilden. Guter Geschmack kennt keine Grenzen! Wer einen Abstecher ins benachbarte Italien oder Slowenien macht, wird immer wieder auf die „Verwandten“ der Kärntner Spezialitäten treffen. Kärntner Käsnudel werden in der italienischen Variante als Ravioli serviert, beim slowenischen Pohaca und beim friulanischen Gubana denkt man an den Kärntner Reindling, ein Hefekuchen mit Rosinen, Zimt und Zucker gefüllt.

    Eines der vielen Beispiele für eine ganz besondere saisonale Kärntner Köstlichkeit ist der Lavanttaler Spargel, der bereits ab Anfang April von Hand gestochen wird. Er ist nicht nur auf den Wochenmärkten sondern auch direkt bei den Bauern erhältlich. Zudem zaubern die heimischen Wirte aus dem Lavanttaler Spargel herrliche Gerichte. Ein weiteres Bespiel aus der saisonalen Kärntner Küche: herbstliche Wildspezialitäten aus den heimischen Wäldern – vor allem Hirsch und Reh. Als besonders hochwertig gilt das Wild aus dem Metznitztal.

    Fest verbunden mit dem landwirtschaftlichen Jahreslauf sind in Kärnten auch kirchliche Traditionen, die die regionale Küche geprägt haben: Dies spiegelt sich beispielsweise bei der Osterjause mit Schinken, Kren und Reindling, bei der dottergelben Kirchtagssuppe oder beim knusprigen Martini-Gansl von den Kärntner Biobäuernhöfen wider. Was zweifellos das ganze Jahr über schmeckt, sind Kärntner Käsnudel, ein Traditionsgericht mit einer Erdäpfel-Topfen-Fülle, das durch das Würzen mit Kerbel und Minze einen unverwechselbaren Geschmack erhält. Die Fülle variiert je nach Region und Rezept, das oft von der Mutter auf die Kinder weitergegeben wird.

    Feste und Märkte
    Eine gute Möglichkeit, die regionale Küche zu verkosten, bieten nicht nur herzliche Gastgeber in den heimischen Gastronomiebetrieben, bei denen Spektrum von der Buschenschenke übers urige Wirtshaus bis zum hippen Szene-Lokale am See und zum Drei-Hauben-Tempel reicht. Auch bei den übers Jahr stattfindenden kulinarischen Festen gibt’s zu den Gaumenfreuden auch die berühmte Kärntner Gastfreundschaft und Geselligkeit. Um nur einige der Feste zu nennen: Gurktaler Speckfest, Had’nherbst, Rindfleischfest in den Ossiacher Tauern, Irschner Kräuterfestival oder Polentafest in Nötsch. Ein Garant für unvergessliche Begegnungen sind aber auch die wöchentlich stattfindenden Kärntner Bauernmärkte, wo’s als Draufgabe zu den köstlichen Produkten auch noch Ratschläge oder Anekdoten vom Produzenten gibt.

    Genussland Kärnten
    Wer sich durch die Kärntner Alpe-Adria-Küche kostet, wird sich nicht wundern, dass es zwischen dem Lesachtal und dem Lavanttal 13 Genussregionen gibt, die die regionalen kulinarischen Besonderheiten höchster Qualität in den Mittelpunkt stellen. Unter der Dachmarke Genussland Kärnten sind 13 Produkte zusammengefasst, die nach klar definierten Kriterien heranwachsen, reifen und verarbeitet werden. Der Bogen spannt sich von Gailtaler Speck und Nockberge Almrind bis zu Jauntaler Hadn und Lavanttaler Apfelwein. Als ein ganz besonderer kulinarischer Genuss gilt das Glockner Lamm, das durch das Weiden auf bis zu 3000 Metern Seehöhe einen ganz besonders feinen Geschmack nach Almkräutern hat. Ein weitere besondere Spezialität: die Kärntna Låxn, die nur von vier ausgewählten Betrieben in Oberkärnten gezüchtet und verarbeitet werden darf. Das langsame Aufwachsen dieser Seeforelle im sauberen Gebirgswasser bei niedriger Temperatur garantiert beste Fleischqualität.

    Wein, Most und Zirbenschnaps haben lange Tradition
    Die Kärntner Antwort auf den italienischen Frizzante ist der Lavanttaler Apfelwein, hergestellt aus den guten alten Sorten mit Namen wie Bohnapfel, Lavanttaler Banane oder Schmidberger. Das Wissen um die Verarbeitung dieser Äpfel zu Most und Schnaps wird von Generation zu Generation weiter gegeben, als Kompetenzzentrum für die Obstverarbeitung und Institution zur Qualitätssicherung hat sich der Zogglhof in St. Paul im Lavanttal entwickelt.

    Auf eine mehr als 1000jährige Tradition blickt der Weinbau in Kärnten zurück. Lange Zeit in Vergessenheit geraten, feiern die Kärntner Weine seit einigen Jahren ein sehr erfolgreiches Comeback.

    Den Abschluss einer traditionellen Kärntner Jause mit schmackhaftem Speck, Würstel, Leberwurst und Topfenkäse bildet normalerweise ein Digestif. Besonders beliebt sind erlesene Schnäpse aus Kärntner Produktion. Wer zum traditionellen Zirbenschnaps greift, erhält einen Schnaps, für dessen leicht harzigen Geschmack die Zapfen einer speziellen Kieferart verantwortlich sind. Auch der bekannte Gurktaler Alpenkräuter ist ein echter Kärntner und wird nach altem Rezept und aus Kräutern, die alljährlich im August im Gurker Dom geweiht werden, hergestellt.

    Welterbe Brot
    Gar 10.000 Jahre alt ist die Kunst des Lesachtaler Brotbackens. Der Bearbeitungsweg vom rohen Korn zum fertigen Brotgenuss ist seit Jahrhunderten unverändert und hat es 2010 sogar zum immateriellen Kulturerbe unter Schutz der UNESCO gebracht.

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