Sicherheitsexperten warnen derzeit vor einer verstärkten Angriffswelle auf die europäische Hotelbranche. Auch aus Kärnten liegen vermehrt Rückmeldungen von Betrieben vor, die verdächtige Nachrichten im Zusammenhang mit Buchungsplattformen erhalten haben. Ziel der Angriffe ist es, Mitarbeitende gezielt zur Preisgabe von Zugangsdaten zu verleiten oder schädliche Aktionen auszulösen – mit teils erheblichen Folgen für Betriebe und Gäste.
Im Fokus stehen Phishing- und Social-Engineering-Angriffe, bei denen sich die Täter als Buchungsplattformen oder Geschäftspartner ausgeben und professionell gestaltete E-Mails versenden.
Die aktuell beobachteten Angriffe folgen meist einem klaren Muster, unter anderem im Zusammenhang mit Zugängen zu Booking.com:
Ein häufiges Resultat dieser Angriffe ist, dass bereits gebuchte Gäste im Anschluss Zahlungsaufforderungen erhalten, die optisch und inhaltlich sehr glaubwürdig wirken.
Die dafür verwendeten Buchungsinformationen stammen nicht aus der Buchungsplattform selbst, sondern aus kompromittierten Systemen des jeweiligen Betriebs – etwa aus E-Mail-Postfächern oder lokal genutzten Arbeitsplätzen, auf die sich Angreifer nach erfolgreichem Phishing Zugriff verschafft haben.
Für Betriebe bedeutet dies nicht nur einen erheblichen Vertrauensverlust gegenüber Gästen, sondern unter Umständen auch datenschutzrechtliche Konsequenzen und wirtschaftliche Schäden.
Auch wenn die Nachrichten professionell gestaltet sind, gibt es typische Warnsignale:
Hotel- und Tourismusbetrieben wird dringend empfohlen:
Mehrere Hotelverbände sowie Anbieter von Hotelsoftware informieren derzeit aktiv über diese Angriffsmuster. Eine erhöhte Aufmerksamkeit und regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden sind derzeit der wirksamste Schutz vor finanziellen Schäden und Vertrauensverlust.
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