Deutliches Plus im Dezember – Winter- und Nebensaison gewinnen an Bedeutung
Klagenfurt, 21. Jänner 2026 – Mit einem kräftigen Plus im Dezember und einem gelungenen Start in die Wintersaison setzt der Kärntner Tourismus zum Jahresende 2025 ein deutliches Ausrufezeichen. Der letzte Monat des Jahres verzeichnete 190.065 Ankünfte (+9,5 %) und 661.920 Nächtigungen (+9,3 %) gegenüber dem Vorjahr und damit das beste Ergebnis seit jeher. Ausschlaggebend dafür waren die sehr gute Buchungslage in den Weihnachtsferien, eine stabile Wetterlage, die durch die Kärntner Bergbahnen geschaffenen guten Pistenbedingungen sowie die positive Bilanz vieler Adventmärkte, die auf Initiative der Kärnten Werbung nach neuen Qualitätskriterien ausgerichtet wurden.
„Die positive Entwicklung im Wintertourismus ist auch Ausdruck eines nachhaltigen Interesses am alpinen Wintersport – auch bei Gästen, die den Sport neu erlernen oder wieder zurückkehren. Mit dem Angebot ‚Skifahren lernen in drei Tagen‘ setzen wir seit dieser Saison gemeinsam mit den Kärntner Skischulen und Skigebieten gezielt auf diese Zielgruppen und stärken damit die langfristige Entwicklung des alpinen Wintertourismus in Kärnten“, erklärt Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung.
Nicht nur der Dezember, sondern die gesamte Winter- sowie die Vor- und Nachsaison des Sommers entwickelten sich erfreulich. Zulegen konnten zudem die internationalen Wachstumsmärkte in Zentral- und Osteuropa sowie der Campingbereich.
Positiv beurteilt auch Roland Sint, Geschäftsführer der Region Nassfeld – Pressegger See, Lesachtal, Weissensee, das abgelaufene Tourismusjahr und verweist auf die Bedeutung kontinuierlicher Investitionen und einer nachhaltigen Strategie: „Die konsequente Weiterentwicklung der Infrastruktur, mit der neuen Gondelbahn auf den Gartnerkofel und der neu errichteten „Young Stars Area“, unterstützen die positive Entwicklung in der Region Nassfeld - Pressegger See, Lesachtal, Weissensee. Zusätzlich wirkt sich der Fokus auf die CCE Märkte gerade im Winter sehr positiv aus. Die steigende Bekanntheit ist aber auch schon in Richtung Sommer zu spüren“, so Sint.
Im Gesamtjahr 2025 konnte der Kärntner Tourismus erneut mehr Gäste (+0,36 %) begrüßen. Die Nächtigungen lagen mit –0,69 % knapp unter dem Vorjahr und spiegeln veränderte Reisegewohnheiten sowie saisonale Verschiebungen wider. Gleichzeitig unterstreichen die Gesamtzahlen die Bedeutung Kärntens als Tourismusdestination: Mit 13.047.481 Nächtigungen wurde die Marke von rund 13 Millionen Nächtigungen zum dritten Mal in Folge und zum sechsten Mal in den vergangenen 20 Jahren erreicht.
„Der Anstieg auf 3.265.090 Ankünfte ist ein neuer Rekord und zeigt klar: Kärnten bleibt als Urlaubsdestination gefragt. Das Nächtigungsminus ist jedoch ein Hinweis auf noch nicht gehobene Potenziale im Kärntner Tourismus“, so Ehrenbrandtner. Ausschlaggebend für das Jahresergebnis waren Rückgänge in der stark gewichteten Hauptsaison im Juli und August sowie leichte Verluste in den Kernmärkten Deutschland und Österreich.
Die Ergebnisse der T-MONA-Gästebefragung Sommer 2025 zeigen zugleich, dass Kärnten weiterhin auf einem hohen touristischen Qualitätsniveau wahrgenommen wird. Die Gesamtzufriedenheit lag mit 1,65 (nach Schulnoten) erneut im guten Bereich, wenn auch leicht unter dem österreichweiten Durchschnitt. Die Nachfrage verlagerte sich stärker in Richtung Erholung, Wassererlebnis und sanfte Aktivität. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse, dass Kärnten touristisch gut positioniert ist, zugleich aber gezielte Weiterentwicklungen bei Angebot, Qualität und Struktur notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern.
Dass sich eine klare Qualitätsstrategie und der Fokus auf Ganzjahrestourismus auszahlen, zeigt die Pension Linder am Millstätter See. Der familiengeführte Betrieb blickt auf ein sehr erfolgreiches Tourismusjahr 2025 zurück. Gastgeber Johanna und Werner Linder mit Team setzen gezielt auf hochwertige Zimmer, regionale Kulinarik und persönliche Gastgeberqualität. Besonderes Aushängeschild ist das vielfach gelobte Frühstücksangebot, das konsequent auf regionale Produkte setzt und sich deutlich vom Standard abhebt.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die frühe Ausrichtung auf den Wintertourismus: „Wir vermieten bereits seit 2004 auch im Winter – heute ist diese Zeit für uns klar zur Hauptsaison geworden“, so Werner Linder. Hohe Sichtbarkeit auf allen relevanten Buchungskanälen, einfache Buchungsprozesse und langfristige Vermarktung sorgen für eine gute Auslastung auch abseits der Spitzenzeiten.
„Gäste reisen bewusster, bleiben kürzer, kommen dafür öfter. Zwei bis drei Nächte funktionieren sehr gut, und Qualität wird zunehmend auch entsprechend honoriert“, so Linder. Rund die Hälfte der Gäste sind Stammgäste, zudem wächst der Anteil internationaler Besucher. „Kärnten ist das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel – wir müssen es unseren Gästen nur zeigen und die passenden Erlebnisse schaffen.“
Um die Nächtigungszahlen nachhaltig zu steigern, setzt die Kärnten Werbung auf ein Bündel gezielter Maßnahmen. Neben innovativer Produktentwicklungen im Ganzjahrestourismus wird die Marktbearbeitung in Österreich und Deutschland zur Absicherung der Kernmärkte weiter intensiviert. Parallel dazu treibt die Kärnten Werbung den Ausbau internationaler Wachstumsmärkte voran und setzt gezielte Kampagnen zur Stärkung der Vor- und Nachsaison um.
Eine zentrale Rolle bei der Belebung der Nebensaison kommt Veranstaltungen zu. Der Kärntner Tourismus knüpft dabei an bewährte Formate an und initiiert zugleich neue Events. Dazu zählen 2026 unter anderem das Radspektakel „Carinthia 200“ am 31. Mai in Villach, das Beachvolleyball-Turnier in der Werzer Arena Ende Mai, der Wörthersee Marathon am 27. September. Gleichzeitig entwickelt die Kärnten Werbung die Veranstaltungen weiter, die 2025 erfolgreich gestartet wurden, wie z.B. die Radveranstaltung „Velovista“, die heuer von 25. April bis 3. Mai stattfindet, oder die „Kunst der Balance“ im Herbst rund um das Thema „Auszeit auf Kärtnerisch“.
Darüber hinaus entwickelt die Kärnten Werbung neue touristische Produkte, die gezielt die Lage und kulturelle Nähe des Alpen-Adria-Raums nutzen – etwa mit dem Alpe-Adria-Roadtrip, bei dem touristisch attraktive Ziele in Kärnten und Italien entlang einer definierten Route „erfahren“ werden können. Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn entstehen zusätzliche Angebote, die im Frühjahr 2026 lanciert werden. Dazu zählen unter anderem Wanderangebot für Bahnfahrer „Rail & Trail“, „Rail, Rent & Bike“ sowie Tageserlebnisse, die bequem entlang der Koralmbahnstrecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln erlebbar sind.
„Unser Ziel ist eine bessere Auslastung über das gesamte Jahr und eine nachhaltige Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Kärnten – gemeinsam mit den Tourismusregionen und Betrieben. Gezielte Marktbearbeitung, die schrittweise Umsetzung der Tourismusreform sowie Investitionen in Infrastruktur und Qualität schaffen dafür die Basis“, fasst Ehrenbrandtner zusammen.
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