Text: Sabine Ertl · Copyright-Hinweis: Johannes Puch, Michael Stabentheiner, Marta Gillner Photography, Hartwig Gsaller, marygoodfoto
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Zwischen fern & nah
Ein Sprung in den See am Nachmittag, große Konzerterlebnisse am Abend: Von 2. Juli bis 2. August 2026 verwandelt der Carinthische Sommer Villach, Ossiach und Klagenfurt wieder in Bühnen für Musik und Literatur. Unter dem Motto „fern & nah“ verbindet das Festival Ost und West, Nähe und Weite und zeigt, wie selbstverständlich sich in Kärnten Natur und Kultur zu einem einzigartigen Sommererlebnis verbinden.
Eine, die dieses Motto besonders verkörpert, ist eine der zwei Festival Artists, Anna Anderluh. Die aus Klagenfurt stammende Sängerin und Komponistin verbindet poetische, kritische Texte mit berührenden Melodien. Mit ihrer Auto-Harp – einer in der Folk- und Countrymusik beheimateten Kastenzither – schafft sie einen ganz eigenen Klangraum zwischen Tradition und Gegenwart. Mit Tara Meister gibt es zudem eine eigene Festivalschreiberin. Die in Kärnten aufgewachsene Autorin erhielt diese Auszeichnung im Rahmen des Bachmann-Wettbewerbs 2025 und arbeitet für den Carinthischen Sommer an einem neuen Text. Ihre literarische Handschrift zwischen Prosa, Spoken Word und Dramatik ist bei ausgewählten Festivalformaten zu erleben.
Auch musikalisch spannt das Festival einen weiten Bogen. Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ist erneut Festivalorchester und prägt zentrale Konzertabende. Schon beim Eröffnungskonzert im Congress Center Villach geht es auf eine „Reise nach Isfahan“, wenn impressionistische Klangbilder von Charles Koechlin erklingen – eine österreichische Erstaufführung, die das Motto „fern & nah“ eindrucksvoll hörbar macht. Mit Hilary Hahn gastiert eine der bedeutendsten Geigerinnen unserer Zeit in Kärnten und trifft auf die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Rudolf Buchbinder feiert seinen 80. Geburtstag mit einem Beethoven-Programm, ein musikalisches Statement voller Energie und Erfahrung. In der Stadtpfarrkirche Villach wird Händels „Messiah“ zum festlichen Klangereignis, während Birgit Minichmayr gemeinsam mit musikalischer Begleitung dem 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann eine eindringliche Stimme verleiht. Zum Finale kehrt der junge Kärntner Pianist Lukas Sternath zurück und gestaltet gemeinsam mit der Camerata Salzburg ein krönendes Abschlusskonzert unter anderem mit Mozart und Beethoven. Dazwischen öffnen sich immer wieder neue Räume: für Uraufführungen zeitgenössischer Komponist:innen, für internationale Gäste von Westafrika bis Persien, für Musikwanderungen im Naturpark Dobratsch oder sogar für eine „Disco!“ mit Orchester im Congress Center Villach.
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Ein besonderer Publikumsmagnet ist „Villach klingt“ am 18. Juli. Zwischen Plätzen, Gassen und Kirchen entfaltet sich bei freiem Eintritt ein buntes Programm aus Musik, Literatur und Stadtspaziergängen, mitten im Alltag, mitten im Sommer. Kinder präsentieren im Rahmen des Kinder.Musik.Labors ihre eigenen Werke, internationale Künstler:innen bringen neue Klangfarben in die Stadt, und die Begegnung steht im Mittelpunkt. Hier wird spürbar, was den Carinthischen Sommer auszeichnet: Nähe. Zwischen Künstler:innen und Publikum. Zwischen Bühne und Lebensraum.
Hier zeigt sich, wie selbstverständlich sich Urlaub und Kultur verbinden lassen. Tagsüber schwimmt man im See, wandert durch die eindrucksvolle Alpenwelt oder flaniert durch die Altstadt und am Abend erlebt man große Kunst. In Kärnten geschieht das ohne Schwellenangst, dafür umso mehr mit südlicher Leichtigkeit und herzlichen Begegnungen. Ein Sommer, der nachklingt, lange über den letzten Applaus hinaus.
Text: Sabine Ertl · Copyright-Hinweis: Johannes Puch, Michael Stabentheiner, Marta Gillner Photography, Hartwig Gsaller, marygoodfoto
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