Carinthischer Sommer

Der Carinthische Sommer goes female – und steht heuer im Zeichen junger Frauen. Von 14. bis 26. August bringen nationale und internationale Künstlerinnen die Vielfalt der Musik in über 40 Darbietungen zur Aufführung. Bühne frei für DAS Musikfestival des Südens.

Der Intendant des Carinthischen Sommers, Holger Bleck, hält seinem Publikum heuer sprichwörtlich und musikalisch gesehen den Spiegel vor: „Musik war und ist ein Spiegel unserer Zeit. Ein Blick genügt, um uns Vertrautes und Unbekanntes gleichermaßen zu zeigen. Diesem Gedankenspiel und einem bekannten Kärntner Volkslied ist das heurige Festivalmotto entnommen: „Übarn See sing ih ume, volla Freud, wia ih bin; wia a Spiagl es Wåssa, is die Welt uma drin.“ 

Wenn der See zur Bühne wird

Und ums Wasser dreht sich alles bei der diesjährigen Eröffnung: Die junge Komponistin Manuela Kerer schrieb die diesjährige Wassermusik, die am und auf dem Ossiacher See stattfinden wird. Eine Vielzahl an Kärntner Chören und Blasmusikgruppen wird am 14. Juli musikalische Wellen ans Ufer schicken. Doch damit scharrt das Festival erst in den Startlöchern: Zwischen der Eröffnung und dem finalen Orgelkonzert am 25. August im Klagenfurter Dom, warten mehr als 40 Veranstaltungen darauf, gesehen und gehört zu werden.

Mit vier Orchesterkonzerten feiert der Carinthische Sommer zwei Geburtstage und hat eine Uraufführung im Programm. Die Komponisten Leonard Bernstein und Gottfried von Einem wären heuer 100 Jahre alt geworden. Diesem Anlass zufolge spielt das ORF Radio-Symphonieorchester unter der Leitung von Markus Poschner am 23. August vier Orchesterwerke der Künstler.

LIK Fotoakademie Thomas Salamonski; Region Villach
Carinthischer Sommer, Stiftskirche Ossiach

Stiftskirche Ossiach

Stiftskirche Ossiach

ORF Thomas Ramstorfer
Carinthischer Sommer, ORF Radio-Symphonieorchester Wien

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

All that Jazz…und junge Talente

Als fixer Bestandteil des Festivals gelangen vier Jazzkonzerte zur Aufführung. Ein Muss für alle Jazzfans ist das Konzert am 21. August in der Bergkirche Tiffen mit den Duos Ángela Tröndle & Pippo Corvino, Duo 4675, Duo Juneberry sowie Duo Hofmaninger/Schwarz. Musik aus der Barock- und Renaissancezeit darf ebenfalls nicht fehlen. Das schweizerisch-israelische Vokalensemble Profeti della Quinta erweckt die klangliche Vielfalt der italienischen Madrigale der Renaissance- und frühen Barockzeit am 25. Juli in der Bergkirche Tiffen zu neuem Leben und nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise ins 16. und 17. Jahrhundert. 

 

 

Der junge und vielfach ausgezeichnete Bariton Benjamin Appl singt am 31. Juli in der Stiftskirche Ossiach ausgewählte Werke von Schubert, Brahms und Wolf. Und wie es klingt, wenn Barockkomponist und Vater der Oper, Claudio Monteverdi, auf modernen Jazz trifft, erfährt man am 18. Juli ebenfalls in Ossiach mit La Venexiana und der Sopranistin Francesca Lombardi Mazulli.

Die Königin der Instrumente

Wussten Sie, dass das erste orgelartige Instrument bereits um 246 vor Christus von Ktesibios, einem Ingenieur in Alexandrien, konstruiert wurde? Mit Orgel plus etabliert der Carinthische Sommer heuer ein neues Konzertformat und gibt der Königin der Instrumente einen besonderen Stellenwert. Kuratiert wird diese Reihe vom Klagenfurter Domorganisten Klaus Kuchling. 

Das Format startet am 9. August mit dem Werk „Händels Neun Deutsche Arien“ plus Uraufführungen in der Stiftskirche Ossiach, präsentiert von der Sopranistin und Händel-Interpretin Cornelia Horak, einem Kammerensemble und Klaus Kuchling, der das Konzert auch leitet. Übrigens: Über die Kompositionen Georg Friedrich Händels (1685 – 1759) war selbst Ludwig van Beethoven so begeistert, dass er 1824 verkündete: „Händel ist der größte Komponist, der je gelebt hat. Ich würde mein Haupt entblößen und auf seinem Grabe niederknien.“

Carinthischer Sommer, Klaus Kuchling

Der Klagenfurter Domorganist Klaus Kuchling

Carinthischer Sommer unterwegs und Carinthische Musiksalons

Mit diesen hochkarätigen Veranstaltungen, dem beliebten Format „Carinthischer Sommer unterwegs“ sowie den vier zusätzlichen Carinthischen Musiksalons darf man sich also voller Vorfreude im Konzertstuhl zurücklehnen und den musikalischen Klängen des Südens lauschen. Denn wie schon der norddeutsche Komponist Johannes Brahms (1833 – 1897) während seines Aufenthalts am Wörthersee einst zu sagen pflegte: „Hier fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten.“

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