Erlebnis Pasterze
Wanderweg zum ewigen Eis

Der Gletscherweg zur Pasterze zählt zu den bekanntesten Themenwanderwegen im Nationalpark Hohe Tauern. Mit einer Länge von 7,5 Kilometern und einer Fläche von 18,5 km2 ist die Pasterze der größte Gletscher der Ostalpen und befindet sich am Fuße des mächtigen Großglockners. Ein wahrlich atemberaubendes Erlebnis, bei dem man sich wie in die Eiszeit zurückversetzt fühlt. Bei einer Pasterzen Wanderung erleben Sie hautnah das eisige Wunder der Natur. Die Wanderung zum ewigen Eis kann vom Glocknerhaus aus gestartet werden und ist ein absolutes Muss für alle Wanderbegeisterten und Naturfreunde. Bis zum Ausgangspunkt befahren Sie die beliebte Großglockner Hochalpenstraße – eine wirklich außergewöhnliche Panoramastraße.

Gletschertrekking Pasterze_Blick in die Tiefe

Zur Pasterze wandern – ein Muss für Nationalparkfreunde

Der Gletscherweg zur Pasterze kann entweder alleine oder in Kombination mit dem Panoramaweg Gamsgrube beschritten werden. Beide Varianten versprechen ein unvergessliches Wandererlebnis. Ausgangspunkt ist das Glocknerhaus, von dort aus geht es durchs Glocknertor bergab in Richtung Margaritzenspeicher. Nach der Überquerung des Margaritzenspeichers wandern Sie den See entlang weiter zum Elisabethfelsen. Über eine Hängebrücke beschreiten Sie den Weg über die Möll. Stufen aus Fels und Gletschermoränen führen schließlich bis zur Talstation der Gletscherbahn. Endlich können Sie dem ewigen Eis gegenüberstehen und es hautnah bewundern. Nach dem eisigen Erlebnis führt der Weg steil bergauf zur Franz-Josef-Höhe.

TIPP: Aufwärts fährt es sich auch ganz gemütlich mit der Gletscherbahn. So können Sie ein wenig Zeit und Kraft einsparen.

Spuren des Kaisers_Ausblick Pasterze

Panoramaweg Gamsgrube

Die Kombination mehrerer Faktoren, die Exposition, das Klima, die Geologie und die starke Winderosion machen die Gamsgrube in den Alpen als Ökosystem einzigartig. Und daraus wurde eine Hochgebirgslandschaft mit windgeformten Dünen, Sandpyramiden und Pflanzen, die in den Alpen nur hier vorkommen, gebildet. Die Gamsgrube ist der Hochaltar der Natur im Nationalpark Hohe Tauern. Auch hier zeigt sich uns deutlich, dass die Natur ständig in Bewegung ist.

Durch den stetig fortschreitenden Klimawandel ist der Gamsgrubenweg derzeit auf Grund Steinschlaggefahr und somit zu Ihrer Sicherheit nicht mehr zur Gänze begehbar. Der Gamsgrubenweg ist ab dem Ausgang Tunnel 6 offiziell gesperrt. Die Begehung des Gamsgrubenweges ab dem letzten Tunnel ist nur mehr für Alpinisten mit Schutzhelm und professioneller Sicherheitsausrüstung sowie auf eigene Gefahr möglich.

Nichtsdestotrotz ist auch der Weg durch die Reihe von Tunnel einzigartig. Es erwarten Sie im „Schatztunnel“ eine Reihe interessanter Ausstellungen über die Sage des Pasterzengletschers bis zu den Schätzen der Berge: Wasser, Kristall und Gold. Wir empfehlen warme Kleidung für den Tunnelspaziergang, denn unter Tage kann es dann schon mal ein bisschen kälter werden.

Zwischen den einzelnen Tunnel gibt der Weg immer wieder atemberaubende Ausblicke auf Großglockner, Pasterze und die faszinierende Hochgebirgswelt frei. Der Bau der Tunnel wurde ob der latenten Steinschlaggefahr notwendig. Nach ca. einem Kilometer am heutigen Ende der Tunnel hat jedoch die Steinschlaggefahr durch die klimatischen Veränderungen im Hochgebirge zugenommen, weshalb nunmehr neue bauliche Maßnahmen anstehen.

Bis die Gamsgrube mit dem atemberaubenden „Sonderschutzgebiet Gamsgrube“ wieder sicher begehbar ist empfehlen wir stattdessen, an der täglich stattfinden geführten Nationalpark Ranger Tour „Panoramarundweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe“ teilzunehmen, denn entlang des Panoramaweges ermöglichen sich besondere fotografische Momente: Neben den imposanten Großglockner und der Pasterze vor Augen kann man hier viele Murmeltiere und Steinböcke beobachten.

Ebenso beeindruckend sind die anschließenden Ausblicke aus der eindrucksvollen Glasarchitektur der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte, wo die Tiere mithilfe leistungsstarker Teleskope aus nächster Nähe beobachtet werden können.

Spuren des Kaisers_Pasterze

Alternativ - Panoramarundweg Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Entlang des Panoramaweges ermöglichen sich besondere fotografische Momente:  Neben den imposanten Großglockner und der Pasterze vor Augen kann man hier viele Murmeltiere und Steinböcke beobachten. Ebenso beeindruckend sind die anschließenden Ausblicke aus der eindrucksvollen Glasarchitektur der Wilhelm Swarovski-Beobachtungswarte, wo die Tiere mithilfe leistungsstarker Teleskope aus nächster Nähe beobachtet werden können.

Pasterze Wanderung: Nützliche Tipps für unterwegs

In Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe trifft man am Gletscherweg auf die Gletscherstandmarke des Jahres 1985. Dort wird einem bewusst, wie rasant die Eismasse über die letzten drei Jahrzehnte zurückgegangen ist.

  • Passen Sie die Geschwindigkeit an Ihre eigene Kondition an, denn die Tour soll für Sie so angenehm wie möglich sein. Machen Sie zwischendurch auch kleine Pausen.
  • Achten Sie auf eine passende Ausrüstung. Am besten packen sie Ihren Rucksack schon ein paar Tage vor der Tour, damit Sie Fehlendes noch ergänzen können.
  • Informieren Sie sich vorab über die Wetterbedingungen. Die beste Zeit für eine Pasterzen Wanderung ist von Juli bis Oktober.
  • Betreten Sie die Pasterze nur an ungefährlichen Stellen und verlassen Sie den Hauptweg nicht. Wenn Sie zur Pasterze wandern, sollten Sie immer achtsam bleiben, denn es lauern überall Gletscherspalten.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie auch eine Notfallausrüstung miteingepackt haben (Erste-Hilfe-Box, Taschenlampe, Handy). Bleiben Sie bei einem Notfall ruhig und verständigen Sie den Euro-Notruf (112) oder die Bergrettung (140).

Noch ein sehenswerter Tipp zum Schluss: Besichtigen Sie unbedingt das Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und die Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte. Oft lassen sich von hier aus auch Steinböcke und Murmeltiere beobachten.

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Und jetzt heißt es nur mehr…auf die Pasterze fertig los! Packen Sie Ihre Wandersachen und kommen auch Sie dem ewigen Eis in den Hohen Tauern ganz nahe.

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