Ob im malerischen Schloss, einer opulenten Burg oder im idyllischen Kloster: Hinter vielen historischen Mauern verbergen sich in Kärnten die schönsten Schlosshotels, die im Urlaub royales Flair versprechen und spannende Geschichten erzählen. Eine Auswahl von Bloggerin Kosmopoetin
Falkensteiner Schlosshotel Velden
Schlosshotel Velden
Zimmer im Schlosshotel
Nach seinem Tod wechselte der Besitz immer wieder, bis er im Zuge des aufkommenden Wörthersee-Tourismus Ende des 19. Jahrhunderts vom Wiener Porzellanfabrikanten Ernst Wahliss gekauft wurde. Dieser ließ das Gebäude umbauen, die Fassade nach alten Ansichten rekonstruieren und die Innenräume für die Nutzung als Hotelanlage herrichten. Ab 1952 diente das Schlosshotel als Drehort für Filme und Fernsehproduktionen, „Ein Schloss am Wörthersee“ machte es letztlich berühmt. 1990 erwarb Gunter Sachs das Schloss Velden und ließ es renovieren. 2003 verkaufte er es an einen Immobilien-Verbund, der das Schlosshotel 2007 neu eröffnete. Heute wird das Schlosshotel von der Falkensteiner Gruppe betrieben und bietet Urlaubern nicht nur königliches Schlafen im Schloss, sondern auch einen 3.600 m2 großen Spa-Bereich und die Restaurants „Schlossstern“ und „Seespitz“.
Hotel Schloss Seefels
Überhaupt ist das Interieur sehr speziell: von der Treca-Matratze aus Paris über Einzelmöbelstücke von der Wiener Einrichtungswerkstätte Kroupa bis zur Tapete in einzigartiger Metalloptik von „Wohnen mit Stil“. Das Highlight für Sommerurlauber ist der Pool, der im Wörthersee eingelassen und nach unten offen ist. Durch ein ausgeklügeltes Wärmesystem ist das Wasser ganzjährig beheizt. Den See überblicken Urlauber am besten vom Restaurant „La Terrasse“, in dem Küchenchef Richard Hessel großartige Kreationen zubereitet – lokal, saisonal und regional, zum Beispiel Wagyu-Rind aus dem Lavanttal, Brot vom örtlichen Bäcker, Gemüse von heimischen Feldern. Rund um das Schlosshotel spielt sich im Sommer vor allem der berühmte Wörthersee-Lifestyle ab: mit Spa, Golf, Yacht und Co.
Hotel Schloss Leonstain
Schloss Leonstain
Schloss Moosburg
Schloss Moosburg
Heute ist das Schloss im Besitz der Familie Goess. 1994 wurde das Innere des Schlosses restauriert. Insgesamt gibt es 16 Doppelzimmer. Das Schloss-Feeling kommt aber nicht nur in den Zimmern, sondern auch im gotischen Rittersaal und unter vielen prunkvollen Stuckdecken auf. Noch mehr Infos finden Sie hier
Hotel Schloss Lerchenhof
Heute leitet Hans Steinwender mit seiner Frau Gerhild das Schloss. Neben dem landwirtschaftlichen Betrieb führen sie ein Restaurant und haben 20 Zimmer. Die Besonderheit ist die hohe Qualität: Landwirtschaft und Produktion existieren seit Anbeginn am Schloss. So kommen nur eigene Produkte und jene von rund 80 umliegenden Produzenten auf die Teller. 2015 starteten die Steinwender zudem ihre „Null Kilometer“-Philosophie: 90% aller Lebensmittel werden aus dem Gailtal und dem Gitschtal bzw. aus Kärnten bezogen.
Weingut & Hotel Burg Taggenbrunn
Die wohl exklusivste und zugleich exaltierteste Burg Kärntens thront stolz über St. Veit an der Glan und lässt Urlauber seit Kurzem umgeben von historischem Burg-Flair übernachten. Die Burg Taggenbrunn wurde auf den Überresten einer keltisch-römischen Ringwallsiedlung im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde aus der Burg eine Burgruine. 2011 kam dann der Wandel in Form des Unternehmers Alfred Riedl, bekannt für Jacques-Lemans-Uhren. Über Jahre ließ er die Burg renovieren, stets mit dem Ziel, so viel wie möglich vom Original-Zustand beizubehalten, parallel legte er einen Weinberg an.
Die Göttin der Zeit
Heute wachsen rund um die Burg Taggenbrunn auf 40 Hektar jene Reben, aus denen der Burgwein gekeltert wird. Zu Füßen der Burg gibt es ein Hotel, ein Restaurant, einen Hofladen und einen spätgotischen Getreidespeicher für Veranstaltungen. Spannend: Die Burg Taggenbrunn präsentiert sich auch als Festival-Standort, an dem die Taggenbrunner Festspiele stattfinden. Gäste werden mit einer Kunstskulptur von André Heller begrüßt: der 15 Meter hohen Zeitgöttin als neues, künstlerisches Wahrzeichen Mittelkärntens.
Kloster (Schloss) Wernberg
Im Laufe der weiteren Jahrzehnte folgen bis ins 20. Jahrhundert hinein nicht weniger als zwanzig Eigentümer. Erst 1935 kam Ruhe ins Schloss: Da erwarben die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut den Besitz und nutzten das Gelände als Ausbildungshaus ihrer Gemeinschaft. Die Schwestern sanierten alles und führten das Kloster Schloss Wernberg zu seinem heutigen Glanz. Sie bewirtschaften das zum Schloss gehörige Gut und führen ein Hotel, einen Kindergarten, ein Bildungshaus, ein Restaurant und einen Hofladen. Besonders bekannt ist das Kloster für seine Fasten- und Heilkräuter-Urlaube und spirituelle Angebote.
Schlosshotel Seevilla Millstättersee
Blick auf den Millstätter See
Bildungshaus Schloss Krastowitz
Das im Nordosten von Klagenfurt gelegene Schloss Krastowitz wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Die ersten bekannten Besitzer waren die Freiherren Mannsdorf und später Johann von Schoberg und seine Gattin Maria Barbara von Kulmer. An das ausgestorbene Geschlecht der Krastowitzer erinnert heute nur mehr eine Spitzbogen-Pforte an der Sakristei der St. Ulrichs-Kapelle. Im Laufe der Jahrhunderte war das Schloss im Besitz unterschiedlicher Freiherren, im Jahr 1957 übernahm es die Kärntner Landwirtschaftskammer.