Aktivurlaub am Katschberg: 7 Tage, 7 Erlebnisse für die ganze Familie
Eine Woche Winterurlaub vergeht wie im Flug. Wer jeden Tag gleich gestaltet, verpasst die besten Facetten der Region. Die Lage an der Grenze zwischen den Hohen Tauern und den Nockbergen ermöglicht einen Mix, der weit über den klassischen Pistentag hinausgeht. Dieser 7-Tage-Wochenplan beweist, wie vielfältig eine Woche sein kann – vom Flutlicht-Carving bis zur Schneeschuh-Stille.
Tag 1: Entspanntes Einfahren & Flutlichtschwünge an der Königswiese
Der erste Tag dient dem reinen Ankommen ohne Hektik. Nach dem Einchecken geht es direkt auf die breiten, sonnigen Übungshänge der Königswiese mitten auf der Katschberghöhe.
Hier finden Kinder in Katschi’s Kinderwelt spielerisch ihr Gefühl für den Schnee wieder, während Erwachsene ganz ohne Anstrengung die ersten Schwünge auf die Kante setzen. Nach einer gemütlichen Nachmittagspause lohnt es sich, die Skier am Abend noch einmal anzuschnallen: Beim Nachtskilauf auf der beleuchteten Königswiese ziehst du deine Schwünge unter klarem Sternenhimmel. Der beleuchtete Hang dient als Auftakt, um den Kopf frei zu bekommen und den Winterurlaub einzuläuten.
- Pistengelände: Breite, sonnige Übungshänge der Königswiese direkt auf der Katschberghöhe
- Kinder- & Abendski: Katschi’s Kinderwelt mit Mini-Jet und Wärmepavillons; wöchentlicher Nachtskilauf unter Flutlicht.
Tag 2: Gipfelpanorama & 5,6-Kilometer-Flow auf der A1 am Aineck
Am zweiten Tag steht der sportliche Höhepunkt des Skigebiets auf dem Programm. Mit der wettergeschützten 8er-Gondelbahn Almbahn geht es hinauf in Richtung Aineck-Gipfel auf 2.220 Metern Seehöhe, wo der Blick weit über die Gipfel der Tauern schweift.
Vom Gipfel startet die A1-Abfahrt: Auf 5,6 Kilometern Länge und über 1.100 Höhenmetern zieht sich die Piste hinab bis nach St. Margarethen. Die Trasse ist als breite Carving-Piste angelegt, fällt gleichmäßig ab und bietet Familien die Gelegenheit, kilometerweit im eigenen Rhythmus zu fahren. Hier gibt es keine unübersichtlichen Engstellen und auch weniger geübte Fahrer genießen die lange Abfahrt, ohne ständig auf der Bremse stehen zu müssen.
- Streckendaten: A1-Abfahrt mit 5,6 km Länge und 1.100 Höhenmetern vom Aineck (2.220 m) bis nach St. Margarethen.
- Aufstieg & Komfort: Auffahrt mit der wettergeschützten 8er-Gondelbahn Almbahn.
Tag 3: Winterstille im Gontal: Mit Pferdeschlitten oder zu Fuß zur Pritzhütte
Nach zwei Tagen auf der Piste haben sich die Beine eine Pause verdient. Direkt hinter der Katschberghöhe öffnet sich das autofreie Naturschutzgebiet Gontal, in dem kein Liftgeräusch zu hören ist.
Ab dem Alpengasthof Bacher steigst du mit der Familie in den offenen, mit Decken ausgelegten Noriker-Pferdeschlitten. Wer sich lieber aus eigener Kraft bewegt, legt die Strecke auf einer leichten Winterwanderung zu Fuß durch den verschneiten Bergwald zurück. Ziel ist die Pritzhütte am Talschluss. Hier werden Suppen oder Kärntner Brettljausen serviert, um den Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.
- Winterwanderweg: Rund 4 km langer, geräumter und autofreier Winterwanderweg ab Alpengasthof Bacher.
- Pferdeschlitten: Fahrten mit Noriker-Pferdeschlitten bis zur Pritzhütte (Reservierung vorab empfohlen).
Tag 4: Rodelspaß auf der Naturrodelbahn & kulinarischer Kontrast
Tag vier kombiniert Tempo auf Kufen mit Hüttenkultur. Von der Katschberghöhe geht es hinauf zur Gamskogelhütte, von wo aus die 1,5 Kilometer lange Naturrodelbahn zurück zur Passhöhe führt – ein rasanter Spaß für die ganze Familie.
Am Abend zeigt sich die kulinarische Vielfalt der Region: Gesellig geht es im Brauwirtshaus Stamperl zu, Österreichs höchstgelegener Gasthausbrauerei mit Steinofen-Pizzeria. Suchen die Eltern nach einem exklusiven Gourmet-Erlebnis, bietet sich das „Fine Dining by Stefan Lastin“ auf der Gamskogelhütte an (1 MICHELIN-Stern, 3 Hauben). Schon die abendliche Auffahrt mit dem Skidoo durch die winterliche Dunkelheit stimmt auf das Menü ein und macht den Abend zu einem besonderen Erlebnis.
- Naturrodelbahn: 1,5 km Rodelstrecke ab Gamskogelhütte zur Katschberghöhe (abends beleuchtet; Rodelverleih vor Ort).
Tag 5: Auf Fellen durch die Nockberge: Skitouren-Tag in der Innerkrems
Zeit für einen Perspektivenwechsel abseits der Piste: Nur eine kurze Fahrt entfernt liegt die Innerkrems, die sich als beliebtes Revier für Skitourengeher etabliert hat.
Auf geführten Touren für Einsteiger und Fortgeschrittene lernst du den sicheren Umgang mit Fellen und Lawinenausrüstung, bevor es über sanfte Almböden und die Hänge der Nockberge bergauf geht. Die Ausrüstung kannst du vor Ort ausleihen. Wer lieber auf Langlaufskiern in der Ebene gleitet, findet im benachbarten Naturschutzgebiet Pöllatal die passende Alternative: 17 Kilometer gespurte Naturschnee-Loipe führen dich gratis entlang des gefrorenen Bachs durch das geschützte Hochtal.
- Skitouren Innerkrems: Ausgewiesene Routen für Einsteiger und Fortgeschrittene; Off-Piste Sicherheitsausrüstung (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, Sonde, Schaufel) erforderlich.
- Langlaufen Pöllatal: 17 km gespurte Höhenloipen für Klassisch und Skating im Naturschutzgebiet Pöllatal bei Rennweg (kostenlose Loipennutzung).
- Langlaufen-Loipen in der Region
Tag 6: Eis-Abenteuer: Zwischen gefrorenen Wasserfällen und Natureis
Kärntens Winter zeigt sich am sechsten Tag von seiner eisigen, abenteuerlichen Seite. Ein Ausflug führt ins nahegelegene Maltatal, das unter Alpinisten als eines der bekanntesten Eiskletter-Reviere der Alpen gilt.
Wer die vertikale Herausforderung sucht, wagt sich mit einem staatlich geprüften Bergführer an die ersten Klettermeter an einem gefrorenen Wasserfall. Für einen entspannteren Familientag bleiben die Steigeisen im Rucksack: Auf den Natureisflächen schnallt ihr die Schlittschuhe an oder messt euch bei einer geselligen Partie Eisstockschießen. Ob senkrecht im gefrorenen Wasserfall oder schwungvoll auf Kufen: Dieser eisige Kontrast beweist, wie viel Spielfreude im Kärntner Winter steckt.
Tag 7: Kulturpause im Tal: Winterspaziergang durch Gmünd
Wie wäre es zum Abschluss der Woche mit etwas Kultur und Entschleunigung? Dafür geht es hinab ins Tal zur mittelalterlichen Künstlerstadt Gmünd im Liesertal. Nach sechs Tagen im Schnee tut der Perspektivenwechsel beim Gang über historisches Kopfsteinpflaster gut.
Durch die verwinkelten Gassen geht es vorbei an mittelalterlichen Torbögen und Stadtmauern. Du entdeckst die historische Kulisse ganz ohne Trubel. Wichtig für deine Planung: Die Museen, Galerien und Ateliers befinden sich in der Winterpause. Doch die Mittelalterbauten haben keine Saison, im Gegenteil: Seit Jahrhunderten dauern etwa die geteilte Kirche, wo Kirchenbesucher und Priester-Kanzel durch die alte Römerstraße getrennt sind. Oder die Alte Burg, von deren Aussichtsturm du weit über das Tal hinaussehen kannst.
- Lage & Anfahrt: Rund 20 Minuten Fahrzeit von der Katschberghöhe ins Liesertal; Parkplätze vor den Stadttoren.
- Altstadtrundgang: Ausgeschilderter historischer Rundweg entlang der Stadtmauer; ganzjährig geöffnete Cafés im Ortskern.
Sieben Tage Katschberg: Vielfalt statt Pistenroutine
Ein gelungener Winterurlaub lebt von den Momenten, an die man sich noch lange nach der Heimreise erinnert. Am Katschberg gelingt das durch die gelassene Mischung: morgens sportliche Betätigung auf der A1, nachmittags Stille im Gontal und abends eine Holzofenpizza oder ein Haubenmenü auf der Hütte. Wer seinen Urlaub als Entdeckungsreise plant, erlebt Kärnten und den Salzburger Lungau von ihrer ursprünglichsten Seite – ganz ohne den typischen Trubel der Piste.
Wintererlebnisse abseits der Piste
Auch abseits der Skipisten gibt es weitere Winterangebote. Dazu gehören Langlaufen, Skitouren, Winterwandern, Rodeln und Pferdeschlittenfahrten durch das Gontal. In der Adventzeit kommt der Katschberger Adventweg auf über 1.750 Metern Seehöhe dazu. Winterwandern ist entlang des Rodelwegs bis zur Gamskogelhütte sowie ins Gontal zur Pritzhütte möglich. Gerodelt werden kann auf der Rodelbahn von der Gamskogelhütte zurück auf die Katschberghöhe.
Katschbergbahnen GmbH
Katschberghöhe 17
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