Sabine Weyrer: Text und Bilder
Schneeschuhwandern inklusive Wildtierbeobachtung im Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten: Bei diesem Tagesausflug kommt nichts davon zu kurz.
Weder Schneeschuh, noch Gams. Versprochen.
Sabine Weyrer: Text und Bilder
Schneeschuhwandern inklusive Wildtierbeobachtung im Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten: Bei diesem Tagesausflug kommt nichts davon zu kurz.
Weder Schneeschuh, noch Gams. Versprochen.
Erwin klappt bei jedem von uns die Gehhilfen hoch, eine Art Stöckel für die Schneeschuhe, um im steilen Gelände leichter vorwärts zu kommen. „Die Manolo Blahniks der Alpen also“, trifft es eine Urlauberin auf den Punkt. Leicht keuchend erreichen wir schließlich einen Hang, wo wir uns gemeinsam mit ein paar Skifahrern eine kurze Pause gönnen. Die begutachten uns kritisch: „Macht das wirklich Spaß? Das sieht so anstrengend aus.“ Und ob das Spaß macht, sind wir uns einig.
Erwin erklärt: „Immer fest die Ferse in den Schnee drücken, dann steht einem flotten Downhill nichts im Wege.“ Wenig später sprinten wir schon durch den Schnee lachend dem Tal entgegen. Immer wieder zückt Erwin sein Fernglas und sucht die Umgebung ab: „Heute ist zu viel los in den Bergen, die Gämse haben sich wohl in die schützenden Wälder zurückgezogen.“ Schade, doch kein Gamsblick also.
Trotzdem stapfen wir überglücklich nach diesem Tag in der Natur ins Tal hinab. Dort hat sich der Nebel bereits wieder eingenistet und auch wir tauchen wenig später in die mystische Landschaft ein. Plötzlich bleibt Erwin wie angewurzelt stehen und deutet auf den Boden:
„Hier, seht ihr? Ganz frische Spuren.“ Jetzt heißt es leise sein, denn es passt laut Erwin alles zusammen: „Im Nebel fühlen sich die Tiere sicher und jetzt am späten Nachmittag sind die Gämse auf Nahrungssuche. Das heißt, sie könnten am Weg entlang einige Sträucher anknabbern. Also psssttttt...“
So leise wie möglich versuchen wir vorwärts zu kommen, die Sonne scheint nur mehr ganz blass durch den dichten Nebel, die Stimmung ist gespannt. Erwin pirscht voraus. Dann winkt er uns herbei. „Ganz leise sein, da vorne äst sie, seht ihr?“
Vorsichtig und wohl etwas tollpatschig pirsche ich mich auf den Schneeschuhen dichter heran und dann kann ich die Gams tatsächlich sehen. Genüsslich knabbert sie gerade an mehreren Zweigen. Ich wage mich noch zwei Schritte vorwärts und plötzlich haben wir Blickkontakt. Beide sind wir nur wenige Meter voneinander in der Bewegung erstarrt, nur meine Kamera knipst unaufhörlich.
Und als ich mein Glück kaum fassen kann, hüpft von oben noch ein weiteres Tier mitten auf den Weg und blickt neugierig in unsere Richtung. Und da! Auch von unten taucht nun aus dem Nebel eine dritte Gams auf. Und eine Vierte. Unglaublich. Nur wenige Minuten dauert das Schauspiel, aber es zieht uns völlig in seinen Bann.
Dann schließlich entscheidet sich das Rudel weiterzuziehen, geräuschlos verschwinden sie im Nebel. Zurück bleiben wir und mein klopfendes Herz. Was für ein Anblick. Erwin grinst: „Gämse im Nebel zu beobachten ist wirklich selten, da haben wir jetzt zum Schluss noch richtig Glück gehabt.“ Ja, Glück auf ganzer Linie, den ganzen Tag lang, denke ich mir, vollends glücklich.
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